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Beat Feuz als grosser Sieger am Lauberhorn

Beat Feuz triumphiert nach 2012 zum zweiten Mal am Lauberhorn. Der Abfahrts-Weltmeister lässt den Norweger Aksel Lund Svindal in Wengen vor 35'000 Zuschauern um 18 Hundertstel hinter sich.
13.01.2018 | 13:51
Aktualisiert:  13.01.2018, 16:00

Er werde sich auf jeden Fall für eine frühe Startnummer entscheiden, hatte Beat Feuz nach dem Abschlusstraining am Donnerstag gesagt. Diese Absicht setzte er tags darauf bei der Wahl der Startposition mit der Nummer 1 maximal um.
 

Video: Die Schweiz jubelt mit Beat Feuz

Beat Feuz ist als Nummer Eins gestartet und hat die Lauberhorn-Abfahrt gewonnen. Interview mit dem Schweizer Skifahrer nach seinem Sieg. (Sarah Ennemoser)

Am Samstag, als er um 12.30 Uhr bei besten Bedingungen als Erster ins Rennen ging, gelang Feuz zwar nicht die perfekte, aber zumindest die erwünscht starke Fahrt. Als er nach den 4,27 km im Ziel die Zeit von 2:26,50 aufleuchten sah, jubelte der Berner bereits ein erstes Mal - im Wissen, dass er damit um mehr als drei Sekunden schneller war als der Trainingsschnellste am Donnerstag.

Zittern während Svindals Fahrt

Das nächste Mal durfte Feuz nach der Fahrt von Aksel Lund Svindal durchatmen und die Faust ballen. Der mit der Nummer 3 gestartete Norweger lieferte Feuz ein enorm spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Noch bei der letzten Zwischenzeit lag er um zwei Hundertstel vorne. Doch im Ziel-S fand der Einheimische die schnellere Linie, am Ende lag er um 0,18 Sekunden vor Svindal. Dritter wurde Matthias Mayer, der auf Feuz 0,67 Sekunden einbüsste. Wie Feuz und Svindal vertraut auch der österreichische Abfahrts-Olympiasieger der gleichen Skimarke - Head.
 

Video: Tolle Stimmung am Lauberhorn-Klassiker

Sonnenschein, warme Temperaturen und der Sieg von Beat Feuz haben bei den Zuschauern der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen für gute Stimmung gesorgt. Schweizer Fahnen und Kuhglocken sorgten für die Atmosphäre im Zielgelände, während Beat Feuz bei den Medien sehr gefragt war. (Sarah Ennemoser)

"Es war wie 2012 ein genialer Tag, mit blauem Himmel", sagte Feuz gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. Zu seiner Fahrt meinte der nun sechsfache Abfahrtssieger: "Beim Brüggli-S war die Ein- wie auch die Ausfahrt nicht perfekt. Den Rest habe ich gut erwischt, obwohl aber längst nicht alles optimal war." Nun werde er den weiteren Tag geniessen, am Sonntag dann möglichst ausspannen, so Feuz. In Kitzbühel, das nächste Woche folgt, habe er einiges vor. "Ich kann nicht verneinen, dass ich in Topform bin."

Dank seinem neunten Weltcupsieg, dem zweiten in dieser Saison nach demjenigen in der Abfahrt von Lake Louise, rückte Feuz auch in der Disziplinenwertung Svindal um 20 Punkte näher. Der 30-jährige Emmentaler liegt nun noch 58 Punkte hinter dem Skandinavier zurück (362:420). Als Dritter liegt Svindals Landsmann Kjetil Jansrud (238) bereits 182 Punkte zurück. Gefahren sind im Olympia-Winter bislang fünf von neun Abfahrten.

Starke Leistung von Gilles Roulin

Die weiteren Schweizer blieben am Samstag in Wengen ausserhalb der Top 10. Der nächstbeste Swiss-Ski-Abfahrer verlor auf Feuz exakt zwei Sekunden. Der in dieser Saison stark fahrende Zürcher Gilles Roulin wurde 14. Gleich dahinter reihte sich der Bündner Gian Luca Barandun mit der hohen Startnummer 42 auf dem 15. Platz ein. Marc Gisin wurde 19.
 

Video: Alain Berset zu Beat Feuz: "Er hat ein super Rennen gemacht."

Der Bundespräsident Alain Berset freut sich über den Sieg von Beat Feuz bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen BE. Beat Feuz war sein Favorit. (Sarah Ennemoser)

Hingegen Mauro Caviezel (22.), der bei der Einfahrt in den Haneggschuss eine ganz heikle Situation zu überstehen hatte, wie auch der ehemalige Lauberhornsieger Patrick Küng, der gar ohne Punkte blieb, enttäuschten.

Die Rennwoche in Wengen findet am Sonntag mit dem Slalom ihren Abschluss. Der Start zum ersten Lauf erfolgt um 10.15 Uhr.

Wengen. Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Beat Feuz (SUI) 2:26,50. 2. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,18 zurück. 3. Matthias Mayer (AUT) 0,67. 4. Hannes Reichelt (AUT) 0,77. 5. Thomas Dressen (GER) 0,93. 6. Vincent Kriechmayr (AUT) 0,98. 7. Maxence Muzaton (FRA) 1,18. 8. Dominik Paris (ITA) 1,22. 9. Kjetil Jansrud (NOR) 1,53. 10. Peter Fill (ITA) 1,79. 11. Adrien Théaux (FRA) 1,84.

Ferner: 14. Gilles Roulin (SUI) 2,00. 15. Gian Luca Barandun (SUI) 2,16. 17. Aleksander Kilde (NOR) 2,24. 19. Marc Gisin (SUI) 2,32. 22. Mauro Caviezel (SUI) 2,40. 31. Patrick Küng (SUI) 2,74. 34. Nils Mani (SUI) 3,09. 40. Urs Kryenbühl (SUI) 3,70. 44. Stefan Rogentin (SUI) 4,71. 47. Ralph Weber (SUI) 5,03. - 62 Fahrer gestartet, 55 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Christof Innerhofer (ITA). (sda)

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