NACHGEFRAGT

«Schäden von 1,1 Millionen Franken»

Seit Sturmtief Burglind die Schweiz zerzaust hat, glühen bei den Gebäudeversicherungen (GVA) die Telefonleitungen. Auch die GVA des Kantons St. Gallen spürt die Nachwehen des Sturmes. Natalie Koller, Leiterin des Rechtsdienstes der GVA St. Gallen, zieht eine erste Schadensbilanz und erklärt, wie die Situation im Toggenburg aussieht.
10.01.2018 | 05:22
Timon Kobelt

Natalie Koller, wie viele Schadensmeldungen sind wegen Sturm Burglind bei der GVA St. Gallen eingegangen?

Aktuell sind im Kanton St. Gallen rund 2400 Schadensmeldungen bei der GVA angemeldet worden. Davon betreffen über 500 Fälle die Region Toggenburg. Einzig im Gebiet See-Gaster sind noch mehr Schadensmeldungen eingegangen.

Welche Art von Schäden hat das Unwetter am häufigsten an Gebäuden verursacht?

Hauptsächlich wurden Dächer beschädigt, da mancherorts Bäume oder Äste darauf gefallen sind. Ausserdem hat der starke Wind oftmals die Ziegel von Hausdächern geweht. Hinzu kommen Schäden an Fassaden und Jalousien.

Können Sie die Meldungen in einen finanziellen Kontext setzen?

Die Summe für die gemeldeten Schäden beläuft sich für den gesamten Kanton auf rund 5,5 Millionen Franken. Mit 1,1 Millionen macht das Toggenburg einen Fünftel der Gesamtsumme aus.

Wie stark beschäftigten die Folgen von Sturm Burglind die Mitarbeitenden der GVA St. Gallen?

Sehr stark. Die Teams des Schaden- sowie des Kundendienstes waren und sind nach wie vor aufs Äusserste gefordert. Viele von ihnen leisten Überstunden, damit unsere Kunden so rasch wie möglich betreut werden können.

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