Kommission will höheres Eigenkapital für Ostschweizer Kinderspital

Die vorberatende Kommission des St.Galler Kantonsrats will mit einer Einlage das Eigenkapital der Stiftung Ostschweizer Kinderspital stärken. Daraus soll die Ausstattung des geplanten Neubaus finanziert werden.
11.01.2018 | 13:51

Für den geplanten Neubau des Kinderspitals haben die Träger der Stiftung - die Ostschweizer Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein - ein Darlehen gewährt oder in Aussicht gestellt. Darin sei aber kein Betrag für die Ausstattung des Neubaus mit Mobilien und medizinisch technischem Gerät vorgesehen gewesen, teilte die vorberatende Kommission am Donnerstag mit.

Gerechnet wird dafür mit Kosten von 35 Mio. Franken. Davon kann die Stiftung 15 Mio. Franken beitragen. Die St. Galler Regierung wollte als Standortbeitrag ein zusätzliches Darlehen in der Höhe von 12,5 Mio. Franken beisteuern. Der Rest sollte über Spenden beschafft werden.
 

Einlage statt Darlehen

Die vorberatende Kommission stellte bei der Diskussion der Vorlage fest, dass die Tarifsituation von Kinderspitälern und Kinderkliniken schwierig ist und anerkannte die Notwendigkeit eines zusätzlichen finanziellen Beitrags, heisst es in der Mitteilung.

Im Gegensatz zur Regierung schlägt sie nun aber kein Darlehen vor, das innert 29 Jahren zurückbezahlt werden muss, sondern eine Einlage in das Eigenkapital der Stiftung. Sie trage damit dem Umstand Rechnung, dass ursprünglich eine Aufstockung des Stiftungskapital vorgesehen war - dann aber nicht mehr weiterverfolgt wurde.

Die Kommission erhofft sich von ihrem Vorschlag eine Signalwirkung auf die übrigen Träger des Kinderspitals. Die Kantone Thurgau und Appenzell Ausserrhoden hätten sich noch nicht zur ursprünglichen Darlehensvorlage geäussert.

Das Geschäft wird in der kommenden Februarsession vom Kantonsrat beraten. (sda)

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