WANDERPARADIES

Zur Sonne hinauf und das Tal entlang

Die Winterwanderung führt von Alt St.Johann in die Höhe und dann den Hang entlang. Die Sicht auf Churfirsten und Säntis ist grandios.
11.01.2018 | 07:11
Marlen Hämmerli

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Alt St.Johann
Strecke: 9,2 Kilometer 
Aufstieg: 268 Meter
Abstieg: 268 Meter
Ausrüstung: Die Strecke ist für Kinderwagen geeignet. Turnschuhe reichen, eine Sonnenbrille ist je nach Wetter empfehlenswert.
Gaststätten: Hotel Restaurant Rössli, Alt St.Johann, Mittwoch Ruhetag; Hotel Restaurant Post, Unterwasser, Freitag bis Mittwoch 8-22 Uhr, Donnerstag Ruhetag
Parkplätze: Sellamattbahn
Öffentlicher Verkehr: Anreise via Wattwil mit Zug und Postauto
Kartenmaterial: 1:25000, Blatt 1114 Nesslauf und 1134 Walensee. (mha)
1 Alt St.Johann Unten im Tal ist es am frühen Vormittag noch grau und kalt. Doch weiter oben lockt bereits die Sonne und lässt die schneebedeckten Hänge des Vorderbergs erstrahlen. Dort hinauf soll es gehen. Die Wanderung startet schräg gegenüber der Postautohaltestelle beim Spar. Das erste Zwischenziel Scharten ist bei den dortigen Wanderschildern noch nicht aufgeführt, der Gräppelensee liegt jedoch in der richtigen Richtung. So führt der Weg zwischen Spar und Restaurant Rössli hindurch und bis zur Brücke. Hier steht bereits der nächste Wegweiser, nun ist auch Scharten ausgeschildert. Hinter der Brücke, neben einem kleinen Holzhaus, beginnt eine Strasse, die sich den Hang hinauf windet. Die Ähnlichkeit mit einer Passstrasse ist gross, doch sind hier deutlich weniger Velo-, Töff- und Autofahrer unterwegs. Nur ab und zu fährt ein Auto langsam die Strasse hinab: Stellenweise ist es an diesem Tag ziemlich eisig. Doch auf dem Asphalt findet sich immer eine sichere Trittstelle und sehr steil ist es nicht. Nach gut 25 Minuten ist Scharten erreicht.

2 Scharten Das Toggenburg liegt immer noch im Schatten. Trotzdem lohnt sich der Blick ins Tal hinunter. Alt St.Johann befindet sich rechts, Unterwasser links, Strasse und Thur verbinden die beiden Dörfer. Auf der anderen Talseite werden die Churfirsten von der Sonne ausgeleuchtet und kommen dadurch bestens zur Geltung. Die sechs markantesten Gipfel erinnern von hier aus gar dunkel an eine Toblerone, auch wenn das Matterhorn die Schokolade ziert. Von Scharten aus weist der Wegweiser nach rechts in Richtung eines Bauernhofs. Links am Gebäude führt eine Treppe aus groben Steinen nach oben. Danach geht der Weg hinter dem Schuppen entlang und den Hang hinauf bis zur Strasse. Liegt auf der Wiese eine meterhohe Schneedecke, ist dieser Weg aber nicht empfehlenswert. Besser ist es, den Wegweiser zu ignorieren und der Strasse weiter zu folgen. Egal, welche Variante man wählt: Am Ende erreicht man den Selbstbedienungskiosk «Verpflegung Gubel». Von da an geht es die Strasse weiter entlang und bald schon wieder abwärts. Nun ist es ruhig. Nur noch selten fährt ein Auto vorbei, einmal kreuzen Tourengänger den Weg.

3 Chüeboden Unterhalb des Chüebodenbergs, auf 1032 Metern, liegt Chüeboden. Hier hat es einen Hof, wo einige Lamas beinahe regungslos stehen und in die schneebedeckte Landschaft starren. Die tiefen Temperaturen scheinen den Tieren nichts auszumachen. Sie stammen aber auch aus den Anden. Wer nun weiter bis nach Wildhaus wandern möchte, kann hier der Strasse weiter geradeaus folgen, wer nach Unterwasser möchte, biegt nach rechts ab. 

4 Unterwasser Der Weg führt direkt ins Dorfzentrum und zur goldenen Telefonkabine. Diese wurde zu Ehren der Erfolge von Olympiasieger Simon Amman in dieser Farbe lackiert. Der Skispringer ist in Unterwasser aufgewachsen. Wer es gemütlich nehmen will, kann hier das Postauto zurück nach Alt St.Johann nehmen. Die Fitten legen den Rückweg wandernd zurück. Dazu folgt man der Strasse rechts an der Postfiliale vorbei bis zur Hauptstrasse, überquert diese und geht geradeaus weiter. Beim Parkplatz der Iltiosbahn biegt der Weg nach rechts in Richtung Alt St.Johann ab.

5 Alt St.Johann Der Weg von Unterwasser zurück ist in einer halben Stunde zurückgelegt. Von hier aus fährt das Postauto zurück nach Wattwil.

Bildergalerie: Wanderung 11-01-2018

Weitere Informationen herunterladen:   WP-Seite_11_01_208
Leserkommentare
Weitere Artikel