WANDERPARADIES

Durch Reben geht’s auch im Regen

Der Monsteiner Rebweg in der Gemeinde Au eignet sich ideal für einen Spaziergang am Wochenende – egal bei welcher Wetterlage.
13.12.2017 | 20:32
Arcangelo Balsamo

Die Wanderung im Überblick

Start und Ziel: Gemeindehaus Au
Strecke: 4,7 Kilometer
Wanderzeit: 1 Stunde 18 Minuten 
Aufstieg: 167 Meter
Abstieg: 167 Meter
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, nicht für Kinderwagen geeignet
Gaststätten: Restaurant Burg, Au, Mi-Fr 11-14.30 Uhr und 17-23 Uhr
Sa 17-23 Uhr, So 11-14.30 Uhr und 17-22 Uhr, Mo und Di Ruhetag; Restaurant Engel, Au, Di-Sa 9-14 Uhr und 17-23 Uhr, So 10-15 Uhr, Mo Ruhetag
Parkplätze: am Startort
Öffentlicher Verkehr: Bushaltestelle Au Gemeindehaus
Kartenmaterial: Landeskarte 1:25000, Blatt 1076 St.Margrethen (arc)
1 Gemeindehaus Au Wer sich trotz  ungemütlicher Wetterlage im Winter die Füsse vertreten möchte und dabei Interessantes über den Weinbau erfahren will, der wird in der  Gemeinde Au fündig. Der Monsteiner Rebweg eignet sich für Jung und Alt:  Die Route ist weder zu anstrengend  noch übermässig lang und eignet sich somit auch bei Schmuddelwetter für einen Spaziergang am Nachmittag. Die Strecke ist mit weissen Wegweisern  beschildert und hat neun Posten. An diesen stehen Tafeln, auf denen Informationen zum Weinbau aufgelistet sind. Am Startpunkt geht’s wenige Meter der Hauptstrasse entlang in Richtung St.Margrethen, ehe man nach links in den Friedhofweg abbiegt.  Am Hang zur Rechten sind die ersten Reben zu sehen. Am Ende des  Weges geht es via Walzenhausenstrasse, Teuchelgasse und einer kurzen  Treppe zur ersten Station.

2 Rosenberg An der ersten Station angelangt, biegt man erneut nach rechts in die Walzenhausenstrasse ein. Für die nächsten Meter geht es leicht abwärts. Zur Linken säumen Reben die Strasse. Kurz darauf geht es nach links in den Mennweg und die geteerte Strasse geht über in einen Kiesweg.

3 Wolfseges «Wasser macht weise, fröhlich der Wein, drum trinke beides, um beides zu sein», steht auf der Infotafel an Station Nummer drei des Spaziergangs. Auf der Tafel  sind ausserdem Informationen zum Weinbau in der Region von gestern und heute aufgeführt. Erstmals urkundlich erwähnt werden die Rebhänge in der Gemeinde Au im 9. Jahrhundert. Die Rebstöcke, die man von der Station aus sieht, rücken derweil stetig näher. Ein kurzes Stück der Büchelstrasse entlang, an einem Bauernhof mit Schafen vorbei und schon steht man direkt neben ihnen. 

4 Festung Im Bereich dieser Station sieht man die Artillerie der  Festung Heldsberg. Diese wurde während des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt und verhinderte einen Übergang deutscher Truppen über den Rhein. Folgt man dem Weg, kommt man an einem Bunker vorbei, der als Haus getarnt  ist. Dass die Fenster und Türen nur aufgemalt sind, bemerkt man erst, wenn man davor steht.

5 Rotweg Vor Hunderten Jahren zerstörte Hagel eine reiche Ernte. Zahlreiche Trauben wurden durchs Unwetter zerfetzt. Die Ernte war hinüber und der Rebweg färbte sich rot. Um an den Vorfall zu erinnern, wird der Streckenabschnitt seither Rotweg genannt. Er wird sowohl zur Rechten als auch zur Linken von Rebstöcken gesäumt.

6 Burg Auf dem Hügel gegenüber des heutigen Restaurants Burg stand einst die Burg Zwingenstein. Diese wurde 1447 von den Appenzellern zerstört. Dort, wo sich heute das  Gasthaus befindet, standen laut  mündlicher Überlieferung die Gesindehäuser der Burg. Über einen Wiesenweg, der rechts der Strasse entlang führt, gelangt man zu einem beliebten Aussichtspunkt. Von hier blickt  man über das Untere Rheintal. Es besteht die Möglichkeit, den Rundweg von dieser Stelle aus zu starten. Die Anzahl der Parkplätze sind jedoch limitiert. Wer müde ist, kann sich auf einem der zwei Bänklein ausruhen.

7 Bünt Nach dem Aussichtspunkt geht es mehrheitlich nur noch abwärts. Es ist jedoch nie wirklich steil und ab und zu trifft man auf Treppen. Kurze Zeit später ist man bereits wieder bei der Station Rosenberg. Von dieser geht es denselben Weg zurück wie zu Beginn des Spaziergangs. Statt  in den Friedhofweg einzubiegen, kann man jedoch auch geradeaus weitergehen zum Gasthaus Engel, um sich bei einem heissen Getränk aufzuwärmen. Hinter der Kirche verläuft ein Weg, der zurück an den Startpunkt führt, wo das parkierte Auto respektive die Busstation warten.


Bildergalerie: Wanderung 14-12-2017

Weitere Informationen herunterladen:   WP-Seite_14_12_2017
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